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Dresdner Akademie für individuelle Geburtsbegleitung (DAfiGb)

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Bärbel Junge
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Weiterbildungen

Hier finden Sie eine Übersicht der von unserer Akademie veranstalteten Weiterbildungen in Dresden und Stolpen. Sie können sich hierfür über die Geschäftsstelle der DAfiGb anmelden.

Veranstaltungsorte:


Weiterbildungsangebote:

15. Jahrestagung der DAfiGb

Hypnotherapeutisches Kurzprotokoll für Hebammen und Geburtshelfer zur Überwindung von Geburtsblockaden in der Übergangsperiode der Geburt


27.September 2019 

Hotel Goldner Löwe Stolpen


Die Übergangszeit zwischen Eröffnungs- und Durchtrittsperiode gehört zu den problematischsten und zugleich am wenigsten erforschten Abschnitten der Geburt: 

 

Kurz vor der vollständigen Eröffnung des Muttermundes kommt es ganz offensichtlich zu einer komplexen Umstellung des vegetativen Gleichgewichts der Mutter. Die Kontinuität der Eröffnungsperiode scheint unterbrochen – die Geburt bleibt quasi „hängen". Das uterine System arbeitet mit voller Kraft, die Kontraktionen sind kräftig und oft quälend – aber ihr Effekt frustrierend gering.

Die Komplexität dieser Geburtsperiode kommt insbesondere in einer oft höchst destruktiven emotionalen Verfassung der Gebärenden zum Ausdruck. Verzweiflung, Mutlosigkeit, Frustration und Aggressivität sind ganz häufige Phänomene, die sich leider gelegentlich auch auf die anderen an der Geburt beteiligten übertragen. Nicht selten werden Todesgedanken oder skurril anmutende Wünsche, die Geburt abzubrechen und nach Hause zu gehen, geäußert. Die logische Konsequenz solcher destruktiven Emotionen ist der Ruf nach dem Kaiserschnitt und manchmal sogar die körperliche Flucht in einen Ohnmachtszustand.

Die Übergangsphase ist „die Geburt in der Geburt". Hier wird die Mutter geboren. In keinem Moment des Geburtsgeschehens kommt die Frau so stark in Kontakt mit ihrer eigenen Biographie, mit der Beziehung zu ihrer Mutter, zu ihrer Weiblichkeit und Sexualität. In keinem Moment werden unbewusste Blockaden, frühere Kränkungen und Verletzungen so offenbar wie in der Übergangsperiode. So variabel die Erfahrungswelt der Schwangeren ist, so variabel und vielfältig ist die Dauer und Intensität der Übergangsperiode.

Alle Beteiligten sind vor größte Anforderungen gestellt. Für die Hebammen und Ärzte wäre es sicher der bequemste Weg, die Gebärende aus dieser hoch belastenden Situation per Kaiserschnitt zu befreien – was ja oft sogar dem dringenden Wunsch der Frau entspricht. Und tatsächlich werden viele Geburten mit den Fehldiagnosen „Geburtsstillstand" oder gar auf fatale Weise stigmatisierend „fetomaternaler Disproportion" abgebrochen.

Eine andere immer wieder verwendete Option ist die Medikalisierung der Gebärenden: ganz früher mit Alkohol, später mit Morphinen, heute mit PDA oder Lachgas – mit ernst zu nehmenden Folgen für das empfindliche Gleichgewicht der Geburt.

In Wahrheit handelt es sich um eine Kapitulation vor der anspruchsvollsten Phase der Geburt. Die Frau muss den Sprung in diese Mutterschaft wagen – und der zu überwindende Graben scheint oft unbezwingbar breit. Unsere Aufgabe besteht im Stärken, Mut machen, Trösten, Motivieren. Das verlangt Kreativität, Einfühlungsvermögen, Achtsamkeit und vor allem unendlich viel Geduld. Aber wir können der Frau helfen, zu einer Heldin zu werden, die einen archaischen Kampf gewonnen hat und nun wirklich bereit ist, in die Mutterschaft einzutreten.

Dennoch muss es zunächst gelingen, die Gebärende wieder in ihre Mitte zu bringen, damit sie sich dieser empathischen Geburtsbegleitung öffnen kann. Hierzu bietet sich ein altes Verfahren an, das in der Mitte des 20.Jahrhunderts von Erickson grundlegend revolutioniert wurde: die Hypnose. 

 

Die Ericksonsche Hypnose geht von der völlig neuen Denkweise aus, dass die notwendigen Fähigkeiten zum Trancezustand und auch zur Schmerzkontrolle bereits im Individuum selbst stecken. Der Schwerpunkt der hypnotischen Intervention liegt also darin, die bereits vorhandenen Fähigkeiten zu aktivieren und nutzbar zu machen. Die moderne Schmerzphysiologie basiert auf der grundsätzlichen Annahme einer Schmerzmodulation durch absteigende Nervenbahnen (Gate Control), die in einem hypnotherapeutischen Setting aktivierbar ist.

 

Gemeinsam mit dem österreichischnen Psychologen Thomas Hill arbeiten wir an einem Konzept, das Hebammen und Geburtshelfern ermöglicht, auch ohne größere Vorkenntnisse und vor allem ohne spezifische Vorbereitung der Schwangeren Gebärende in einen Trance-Zustand zu versetzen und damit die Geburtsblockade zu lösen.

 

Wenn die hypnotische Kurzintervention einen positiven Effekt auf den Geburtsverlauf hat, sollten

weniger Komplikationen während der Geburt auftreten, weniger Schmerzmittel benötigt werden,

die einzelnen Geburtsphasen verkürzt und die Mütter zuversichtlicher und emotional positiver gestimmt sein.

 

Auf unserer diesjährigen Tagung soll das Konzept erstmals vorgestellt und demonstriert werden. Mit den teilnehmenden Hebammen und Geburtshelfer*innen wollen wir die ersten Erfahrungen kritisch diskutieren und evaluieren und so die Methode weiter verbessern. Die Teilnahme an unserer Tagung bedeutet also nicht nur Lernen, sondern auch kreativ verändern.


Das Tagungsprogramm und das Anmeldeformular finden Sie hier.


10. Stolpener Notfallklausur

Ein Training geburtshilflicher Notfallsituationen und die Herbstromantik der mittelalterlichen Burgstadt Stolpen – passt das zusammen? Immerhin ist das Komplikationsmanagement eine ernste Sache und eigentlich nichts für ein deutlich auch auf Erholung und Entspannung ausgerichtetes Seminar. Wir sind jedoch nach acht Durchläufen der Notfallklausur fest davon überzeugt, dass das Konzept unserer Weiterbildung stimmig ist. Der professionelle Umgang mit Gefahrensituationen lässt sich nicht aus Lehrbüchern erlernen oder auf der Schulbank pauken. Er verlangtgeradezu ein situationsangepasstes Üben. Und ein gutes  Notfallmanagement kann nur bei einer stabilen inneren Verfassung der Helfenden gelingen. Deshalb ruht die Didaktik unseres Intensivseminars auf drei Säulen: 

 

- auf der Stärkung der fachlichen Kompetenz durch das Training realitätsnaher Krisensituationen,

 

- auf einer Festigung der kommunikativen Kompetenz durch das Erlernen und Üben zwischenmenschlicher Interaktion, 

 

- auf der Pflege der emotionalen Kompetenz durch ausführliche Einbeziehung der Elemente Selbsterfahrung und Psychohygiene

 

Auf die Ausgewogenheit aller drei Säulen werden wir auch in diesem Jahr achten. So erwartet die TeilnehmerInnen ein bunt gemischtes Programm, das zugleich Wissen vermitteln, Spaß machen und Erholung schenken soll. Die 10. Notfallklausur findet zum dritten Mal an ihrem ursprünglichen Bestimmungsort – dem Hotel Goldner Löwe in Stolpen – statt. Das historische Gebäude mit seiner besonderen Atmosphäre bietet einen idealen Rahmen für drei intensive Weiterbildungstage.


Information und Anmeldung hier.





Intensivkurs - Notfalltraining und Reanimationskurs für Hebammen und Geburtshelfer

Alle 3 Monate bieten wir ein Intensivseminar zu jeweils 3 Unterrichtsstunden an, bei dem Sie regelmäßig bedeutende Notfallszenarien praktisch üben können. Die Weiterbildung beginnt mit einem halbstündigen Theorieteil (Themenübersicht 2019 als PDF). Anschließend werden 2 – 3 Notfallsituationen durchgespielt und von Experten des Notfallmanagements moderiert. Danach gibt es Zeit für individuelles Üben unter Anleitung.



Mittwochs-Seminare

In dieser seit 2016 laufenden Weiterbildungsreihe wollen wir neues Wissen aus den Bereichen Schwangerenbetreuung und Geburtshilfe vermitteln.



6.3.19

 

Hebammenarbeit mit Kindern und Jugendlichen – Investition in die Geburtskultur von morgen 

Referentin: Hebamme Ines Junge

(8.30 – 12.00 Uhr, Hebammenpraxis Bühlau

Informationen und Anmeldung hier

26.6.19

Virusinfektionen in der Schwangerschaft

Referent: Prof. Dr. Sven Hildebrandt


(15.00 – 18.00 Uhr, Hebammenpraxis Bühlau)

Informationen und Anmeldung hier

6.11.19

Geburtshilflicher Nahtkurs

Referent: Prof. Dr. Sven Hildebrandt


(15.00 – 19.30 Uhr, Hebammenpraxis Bühlau)

 

Informationen und Anmeldung hier

Bitte Nahtbesteck mitbringen!






15.1.20

 

Schwangerschaftsdiabetes – Neue Erkenntnisse zu Diagnostik, Management, Therapie und Prävention           

Referent: Prof. Dr. Sven Hildebrandt

(15.00 – 18.00 Uhr, Hebammenpraxis Bühlau

Informationen und Anmeldung hier

4.3.20

Wehenschwäche – Herausforderung an die Hebammenkunst

Referentin: Hebamme Esther Göbel


(15.00 – 18.00 Uhr, Hebammenpraxis Bühlau)

Informationen und Anmeldung hier